Liebe Schülerinnen und Schüler der vier 10. Klassen sowie der 8c des Ernst-Abbe-Gymnasiums,

 

es hat sich glücklicherweise ergeben, dass Schüler des Ernst-Abbe-Gymnasiums an dem sehr bewegenden „Brundibar“-Projekt teilnehmen können.

 

Ihr, also die Schülerinnen und Schüler der 8c, der 10a, 10b, 10c und 10d, wurdet ausgewählt, an diesem Projekt teilnehmen zu dürfen. Die Information darüber kommt für manche vielleicht etwas spät (wegen Streik und anderen organisatorischen Unregelmäßigkeiten), aber das Projekt findet trotzdem am Donnerstag und Freitag dieser Woche statt.

 

Worum geht’s bei dem „Brundibár“-Projekt?

Brundibár ist eine Kinderoper des tschechischen Komponisten Hans Kràsa, die im Ghetto Theresienstadt ab 1942 während des NS-Regimes von jüdischen Kindern 55 Mal aufgeführt wurde. Informationen über das Ghetto Theresienstadt findet ihr z. B. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Theresienstadt

 

Es gibt zwei Termine:

Am Donnerstag, den 28.02.2019 1.+2. Stunde kommt um 8:00 der ca. 90-jährige Zeitzeuge Zvi Cohen zu einem Besuch in die Aula. Er kommt extra wegen der „Brundibar“-Aufführung, die er damals im KZ mitgespielt hat, und der Begegnung mit euch Schülern, die etwa so alt sind wie er damals, aus Israel angereist. Und am Freitag, den 01.03.2019 schauen wir uns diese Oper an, aufgeführt von Schülern aus Schwerin und Berlin.

 

Bitte bereit Euch innerlich auf den Besuch vor. Lest diese Informationen aufmerksam. Überlegt Euch ein paar gute, intelligente Fragen, die ihr dann Herrn Zvi Cohen stellen könnt. Es ist eine große Ehre, dass er als KZ-Überlebender und einer der letzten Zeitzeugen der NS-Zeit an unsere Schule kommt, um mit Euch zu reden.

 

 Was ist „Brundibár“?

 

Handlung: Die Hauptfigur Brundibár stellt in der Neuköllner Inszenierung das Böse in Form eines machthungrigen Leierkastenmannes dar, der durch Einschüchterung, Blenden und Unterstützung von Obrigkeiten sowie geldgierigen Händlern die Menschen auf seine Seite zieht.

 

Mehr und mehr setzen diese eine Maske aus Pflichtgefühl, Unwissenheit und Ignoranz auf und stehen so als gleichgeschaltete Masse einer Minderheit gegenüber(hier 2 verarmte Halbwaisenkinder), die nur durch das mutige Hervortreten von Tieren Hilfe erfahren und schließlich den anderen Menschen die Augen öffnen. Solidarität und Mitgefühl können am Ende den Bösen vertreiben, der nun keine Zustimmung mehr findet und so seine Macht verliert.

 

Brundibár ist nicht nur schöne Musik mit einer verständlichen Handlung und gutem Ausgang. Es steckt aktuelle politische Brisanz in dem Stoff, der nicht zuletzt als Mahnmal für den Teil der deutschen Geschichte steht, der sich nicht wiederholen darf.

 

Brundibár ist gelebte und belebte Geschichte. Brundibár ist Aufklärung, Demokratieerziehung und hat gesellschaftliche Relevanz. Brundibár berührt und ist vom Publikum als „ergreifend“ und „sehr bewegend“ empfunden worden. Das partizipative Jugendkooperationsprojekt setzt sich persönlich und auf aktuelle Weise auf der Bühne mit Geschichte auseinander.

 

Warum diese Oper?

 Weil es jetzt noch die letzten Zeitzeugen gibt, die Geschichte persönlich und lebendig erzählen können. So wie es Zvi Cohen mit seinen fast 90 Jahren für die Kinder tut. Er wird die Reise aus Israel als Überlebender, der selbst in der Oper als Kind in Theresienstadt Mundharmonika gespielt hat, erneut auf sich nehmen. Allen Beteiligten wird er in einem bewegenden Vortrag von seinen Erlebnissen im 2. Weltkrieg in Deutschland erzählen. Schon bei den Aufführungen des Projektes im September 2018 in Schwerin war Zvi Cohen dabei.

 

In der Schweriner Aufführung ging er mit den Kindern auf die Bühne, Hand in Hand, und hat mit ihnen die Lieder von damals gesungen. Die junge Generation kann durch dieses generationsübergreifende Projekt Geschichte hautnah erleben. Über die Bühne können die tiefen persönlichen Erfahrungen weitergegeben werden wie es kein Unterricht ermöglichen kann.

 

Um diese Erfahrung auch mit Berliner Kindern zu teilen haben wir „Brundibár“ 2019 nach Berlin geholt.

 

Wer ist alles daran beteiligt?

 Eine Vielzahl von jugendlichen Kulturschaffenden im Alter von 12 bis 19 Jahren wirken unter der Anleitung der Theaterpädagogin Nele Tippelmann vom Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin, musikalisch begleitet vom Konservatorium/Musik- und Kunstschule ATARAXIA Schwerin mit dem Jugendsinfonieorchester unter der musikalischen Leitung des Fachgruppenleiters der Musikschule Paul Hindemith Neukölln, Stefan R. Kelber, an den Aufführungen mit. Die insgesamt ca. 110 Mitwirkenden kommen aus Schwerin und Berlin- Neukölln.

 

Weitere Infos:  https://jso-schwerin.com/brundibar/

 

Wann und wo findet das statt?

 

Donnerstag, 28. Februar 2019, 1.+2. Stunde.

8.00    Aula EAG. Es wird eine kleine Delegation in die Aula des Ernst-Abbe-Gymnasiums kommen. Diese besteht aus

Hr. Zvi Cohen - Zeitzeuge - in Begleitung seines Bruders,

Hr. Ahmels, Vorsitzender des Landesverbandes Jeunesses Musicales MV und Initiator der Wiederaufnahme der Kinderoper "Brundibár" im Rahmen des Festivals Verfemte Musik Schwerin 2018,

Hr. Matthias Jahrmärker, Fachgruppenleiter für Gesang, Musiktheater, Chöre an unserer Musikschule

 

Um ca. 8.20 Uhr kommt die Delegation in das Ernst-Abbe-Gymnasium

von ca. 8.30 - 9.30 Uhr/ max. 10 Uhr findet die Begegnung mit den SuS der Schule statt

 

Freitag, 01.März 2019, 1.-4. Stunde

Ihr könnt entscheiden:
Entweder kommt ihr um 8:30 zum Kulturstall Britz,
Alt-Britz 73, 12359 Berlin, Nähe U7 Parchimer Allee., https://goo.gl/maps/HNfoWvnuYYR2

Oder ihr kommt um 8.00 zum Haupteingang der Schule und wir fahren gemeinsam von dort mit der U7 und sind dann auch um 8:30 am Kulturstall.

 

9.00    Beginn der Vorstellung "Brundibár" im Kulturstall Britz. Alt-Britz 73, 12359 Berlin, Nähe U7 Parchimer Allee. Dauer ca. eine Stunde.

 

Danach Rückfahrt zum EAG, Ankunft ca 10.45.

Nach Ankunft in der Schule nutzen wir die 4. Stunde (10.45-11.30) zum Austausch und Reflektieren. Ab der 5. Stunde Unterricht nach Plan.

 

Ansprechpartner am EAG ist Herr Betzner-Brandt.

Ernst-Abbe-Gymnasium

Sonnenallee 79

12045 Berlin-Neukölln

 

Tel.: 030 - 2250130 30

Fax: 030 - 623 30 99

 

schule@ernst-abbe.de
www.ernst-abbe.de

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Schulleiter:

Herr Kötterheinrich-Wedekind

Stellv. Schulleiterin:

Frau Reiter-Ost

Oberstufenkoordinator:

Herr Fietkau

Mittelstufenkoordinator:

Herr Kuttner

 

weitere Aufgaben siehe

Geschäftsverteilungsplan

 

Sekretariat: Frau Trousil, Frau Zivic

 

Öffnungszeiten:    

 

Mo.:          8:00 - 14.00 Uhr

Di. - Do.:   8:00 - 14.30 Uhr

Fr.:            8:00 - 13.00 Uhr

 

Zum Gästebuch

Relaunch der Website November 2017 durch Kevser, Sejla, Fatima, Ceren, Eda (alle 9a) und Taner (Q3)

unter der Leitung von Frau Eckhold und Herrn Paffrath

 

Betreuung der Website:   Homepage-AG

 

Bei Fragen und Anregungen:

st.paffrath@web.de


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