Der 4.7.2026 – was für ein historisches Datum: 71 Schülerinnen und Schüler des Ernst-Abbe-Gymnasiums erhalten das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife. Und zudem wird andernorts des 250. Jahrestages der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung gedacht. In der Präambel formulierte einst Thomas Jefferson die folgenden Worte:
„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen sind, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt sind, worunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glück sind.“
Mit diesem Abschlussgedanken entließ der Schulleiter die Abiturientinnen und Abiturienten ins Leben. Mögen nun die jungen Leute ihre erworbenen Kompetenzen in den Dienst einer freiheitlichen Gesellschaft stellen, die es jedem ermöglicht, sein Glück zu verwirklichen.
Im Zentrum der Schulleiterrede standen ein Rückblick auf den gemeinsamen Weg zum Gipfel sowie der Ausblick auf kommende Berge, die es mutig auch ohne Lehrkräfte als Bergführer zu erklimmen gilt. So sehr auch die Freude über das Erreichen des Gipfels seinen Platz hatte, so nüchtern ist doch die Erkenntnis Senecas, dass das, was wir für Gipfel halten, doch nur eine Stufe sei. „Denn“, so der amerikanische Autor Jon Krakauer, „Berge sind der ständige Begleiter unseres Lebens“.
Flankiert von weiteren Ansprachen des Abiturjahrgangs und des Oberstufenberaters sowie mehreren Auftritten des Oberstufenchores unter der Leitung von Herrn Dasch, Herrn Adrion und Frau Weinmeister und ergänzt um einige singende KollegInnen, die den Abiturienten selbst gedichtete Strophen widmeten, überreichten die Tutoren der Leistungskurse die ersehnten Abiturzeugnisse.
In der Hoffnung, dass viele nun ehemalige Schülerinnen und Schüler der Schule über die Mitgliedschaft im Freundeskreis verbunden bleiben, wurde der Jahrgang feierlich verabschiedet.
Herr Großmann - Schulleiter
Heute fand an unserer Schule der diesjährige Abistreich statt. Mit mehreren Aktionen und viel guter Laune verabschiedeten sich die Abiturientinnen und Abiturienten von ihrer Schulzeit.
Zum Schuljahr 2026/27 wird ein neues Wahlpflichtfach angeboten: Abbe Geschichtswerkstatt.
Die AULA (Jahreszeitschrift des Vereins der Freunde des Ernst-Abbe-Gymnasiums) ist nun veröffentlicht worden. Die Zeitschrift enthält Berichte über Aktivitäten der Fachbereiche, die in 2025 stattgefunden haben. Viel Vergnügen beim Lesen!
Seit 2024 bietet die Korea-AG am Ernst-Abbe-Gymnasium interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die vielfältige Kultur Südkoreas kennenzulernen und aktiv zu erleben. Ob K-Pop und Tanz, koreanische Küche, Sprache oder interkultureller Austausch. Die folgenden Eindrücke geben einen Einblick in die abwechslungsreichen Aktivitäten der AG.
Unser Biologie-Leistungskurs der Q4 hat am 18.03.2026 das Naturkundemuseum in Berlin besucht, um das Thema Evolution einmal außerhalb des Unterrichts zu vertiefen. Der Tag war eine Mischung aus intensivem Workshop und dem Entdecken der riesigen Ausstellung.
Im Workshop zur Evolution des Menschen haben wir die Schädelknochen des modernen Menschen (Homo sapiens) – die Knochen waren nicht echt - mit denen von Gorillas verglichen. Dabei haben wir Merkmale wie das Größenverhältnis von Gesichts- und Hirnschädel, die Form der Eckzähne und den Zahnbogen genau untersucht. Jede Gruppe hat einen Hominidenschädel bekommen, um diesen zu bestimmen. Zur Auswahl standen unter anderem Australopithecus afarensis oder Homo rudolphensis. Meine Gruppe hat sich intensiv mit dem Homo habilis beschäftigt. Wir haben Steckbriefe erstellt und dabei Daten zum Gehirnvolumen, der Stirnform und dem Verhältnis von Gesicht zu Gehirnschädel analysiert, um die Besonderheiten dieser Art herauszuarbeiten.
Nach dem Workshop konnten wir uns frei im Museum bewegen, hatten aber spannende Arbeitsaufträge. Wir haben zum Beispiel Skelette von Menschen und Gorillas hinsichtlich ihrer Körperhaltung und Größenverhältnisse verglichen. Ein weiterer Auftrag führte uns zu den Meeresbewohnern, wo wir Tiere mit Flossen als Vorderextremitäten untersucht haben, um deren Bau und Funktion zu vergleichen.
Besonders beeindruckend war das riesige Dinosaurierskelett vom Giraffatitan (siehe Foto). Es war interessant zu sehen, dass diese Knochen nach so vielen Millionen Jahren immer noch da sind und man durch sie heute so einen riesigen Dinosaurier rekonstruieren kann. Wenn man davor steht, merkt man erst richtig, was solche Fossilien alles möglich machen. Außerdem fand ich es faszinierend, sich vorzustellen, dass so ein riesiges Tier früher wirklich mal gelebt hat. Auch die vielen anderen Tiere, wie die Schmetterlinge oder die Fische in den Gläsern, waren sehr interessant zu sehen und haben uns gezeigt, wie beeindruckend vielfältig die verschiedenen Arten auf unserer Erde sind.
Die Exkursion hat mir und meinen Mitschülern sehr viel Spaß gemacht. Es war toll, die Theorie aus dem Unterricht in der Praxis anzuwenden. Ich könnte das Programm im Naturkundemuseum jedem Biologiekurs nur empfehlen!
Yousra, Q4
Im Physik-Grundkurs haben sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Bewegung geladener Teilchen in elektrischen Feldern beschäftigt. Im Mittelpunkt stand dabei die Untersuchung von Quer- und Längsfeldern sowie deren Einfluss auf die Bahn von Elektronen.
Als anschaulichen Anwendungskontext wählte der Kurs die sogenannte Braunsche Röhre. Auch wenn diese heute technisch weitgehend überholt ist, spielt sie eine zentrale Rolle in der Entwicklung moderner Bildschirmtechnologien. Sie bildete die Grundlage für frühere Fernsehgeräte und Monitore und veranschaulicht auf eindrucksvolle Weise grundlegende physikalische Prinzipien. Auf dieser Basis entwickelten die Lernenden eigenständig ein Lernvideo, in dem sie die physikalischen Zusammenhänge strukturiert und verständlich darstellen. Dabei wurde nicht nur fachliches Wissen gefestigt, sondern auch die Fähigkeit geschult, komplexe Inhalte adressatengerecht aufzubereiten. Ein exemplarisches Lernvideo ist unten dargestellt. Viel Spaß beim Schauen und Lernen!
Video erstellt von: Muhammed, Lovis, Rami, Rejan (Q2)
Als Ergänzung zur Lektüre des klassischen Dramas „Romeo und Julia“ von William Shakespeare im Deutschunterricht besuchten die Klassen 9a und 9b im Februar mit Frau Willenbrock, Frau Köstler und Herrn Pfannschmidt die dreistündige Aufführung des Musicals „Romeo und Julia“ im Stage Theater des Westens in der Kantstraße.
Es war ein beeindruckender Theaterabend in einem sehr großen Saal mit 1600 Plätzen im Parkett und auf mehreren Rängen.
(Bild: Theater des Westens)
Impressionen aus den Rezensionen der Schülerinnen und Schüler:
„… Was mir besonders gefallen hat, waren die Licht- und Soundeffekte. Die Technik hat zu den Szenen immer perfekt gepasst, vor allem der Nebel und die Beleuchtung bei der Todesszene von Romeo in der Gruft der Capulets …“ (Maximilian)
„Das Coole an dem Musical war, dass die Szenen fast 1 zu 1 aus unserer Schullektüre nachgesprochen wurden, manche Szenen wurden auch ganz übernommen.“ (Lina)
„…Die Schauspieler haben in der Originalübersetzung von August Wilhelm Schlegel aus dem Jahr 1797 gesprochen. Das hat uns überrascht, aber es passte zu den poppigen Songs der Rosenstolz-Musiker Peter Plate und Ulf Leo Sommer …“ (Aya)
„…Leider habe ich mir die meisten Personen nicht so vorgestellt wie im Musical, als Regisseur hätte ich niemals einen Romeo ausgewählt, der eine Glatze hat, und eine 2 Meter große Drag-Queen als Gräfin Capulet finde ich auch seltsam …“ (Maya)
„Ich war fasziniert, weil ich noch nie bei einem Musical war (…) Romeo stellt man sich ganz anders vor, er war zu klein und die Glatze passt einfach nicht. Man hätte ihm einfach eine Perücke aufsetzen können." (Karim)
„Die Texte des Musicals folgen zwar dem Original, aber es wurden einige Szenen neu dazuerfunden, z.B. dass Mercutio homosexuell ist und Romeo auch liebt. So vermischen sich die alte Sprache und unsere moderne Welt. Die 17 Schauspieler und Schauspielerinnen sind professionell ausgebildete Tänzer und Sänger, es gab nichts, was nicht perfekt war. Allein die Sitzplätze hätten etwas gemütlicher sein können …! Für mich ist dieses Musical ein Meisterwerk, ich bin jetzt Musicalfan“ (Zainab)
Die Klasse 8c informierte sich in den Gebäuden des ehem. Flughafen Tempelhofs unter anderem über die Geschichte und Entstehung des Flughafen Tempelhof, die Berliner Blockade, die Rosinenbomber und Gail Halvorsen.
(Bilder: Herr Fietkau)
Der Übergang von der 6. in die 7. Klasse ist ein wichtiger Schritt in der Schulzeit eines Kindes. In dieser Phase geht es nicht nur darum, den richtigen Lernstoff zu meistern, sondern auch darum, die richtigen Entscheidungen für die zukünftige Schul- und Berufslaufbahn zu treffen.
Die Bildungsmesse Neukölln 2025 bot die perfekte Gelegenheit für Eltern und Schüler*innen, sich über die Möglichkeiten und Herausforderungen dieses Übergangs zu informieren.
Eine Möglichkeit das Ernst-Abbe-Gymnasium genauer kennenzulernen ist der Tag der offenen Tür am Donnerstag, den 15.01.2026.
Wir freuen uns, Sie an diesem besonderen Tag bei uns begrüßen zu dürfen.
Am Donnerstag, den 16.10.2025 fand der jährliche Cross-Lauf der Neuköllner Schulen im Britzer Graten statt. In diesem Jahr gab es mit ca. 5000 Läuferinnen und Läufern einen Teilnehmerrekord. Wir waren mit über 20 Läuferinnen und Läufer aus den 7. - 12. Klassen vertreten.
Auch wenn sich in diesem Jahr keine Schülerin bzw. kein Schüler für das Berlin-Finale qualifiziert hat, waren alle für sich erfolgreich.
Gratulation an alle!
Zentraler Wandertag zu Thema "Tag der Deutschen Einheit"
Der erste Wandertag im neuen Schuljahr 2025/26 stand unter der Überschrift "35 Jahre deutsche Wiedervereinigung". Alle Lerngruppen der Mittel- und der Oberstufe haben in diesem Sinne Mauerspaziergänge und Stadtrallyes unternommen oder Gedenkstätten - wie die Gedenkstätte Berliner Mauer, die Gedenkstätte Hohenschönhausen (ehemaliges Stasi-Gefängnis) und den Tränenpalast - besucht. Eine Lerngruppe hat sich auch im Stasi-Unterlagen-Archiv über die geschichtskulturelle Bedeutung der Stasi-Akten informiert.
Bild 1: Gedenkstätte Hohenschönhausen (dp)
Bericht der 8c:
Die Klasse 8c wanderte auf dem Berliner Mauerweg in Neukölln und Treptow zum Gedenkort "Chris Gueffroy" am Britzer Zweigkanal. Dort erfuhren die Schüler*innen über das Schicksal des letzten Mauertoten. Der 20-jährige Chris Gueffroy wollte mit einem Freund in der Nacht vom 5. zum 6. Februar 1989 aus Ost-Berlin nach West-Berlin fliehen. Die beiden gingen davon aus, dass an der Grenze nicht mehr geschossen würde (Stichwort Schießbefehl). Chris Gueffroy wurde durch einen Herzschuss tödlich verletzt, sein Freund wurde verwundet und wegen „versuchten ungesetzlichen Grenzübertritts in schwerem Fall“ zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilte.
Bild 2: Die Klasse 8c am Gedenkort (fie)
Bericht der 9b:
Am Donnerstag, den 02.10.2025, hat die Klasse 9b mit ihrem stellvertretenden Klassenlehrer Herrn Gericke sowie Frau Schützsack und Herrn Dr. Pietsch eine Exkursion zur Gedenkstätte Hohenschönhausen unternommen.
Die thematische Vorgabe, auf die sich die Gesamtkonferenz zuvor geeinigt hatte, war das 35-jährige Jubiläum der Vereinigung der beiden deutschen Staaten im Jahr 1990. Neben der hübschen Seite der DDR – alle kennen das Ampelmännchen mit Hut – gilt es eben auch der weniger angenehmen Aspekte zu gedenken, zumal sicherlich auch heute noch in vielen Staaten der Welt ähnliches Vorgehen anzutreffen sein könnte.
Die Führung in sachlichem, dennoch eindringlichem Ton veranschaulicht die Methoden von Inhaftierung und – anfangs physischer, später psychischer – Gewalt zur Erzielung eines Geständnisses, das bei einem späteren Prozess vor Gericht zu jahrelanger Haft in einem regulären Gefängnis führen konnte und meist auch führte.
Ganz besonders eindringlich wirken die Berichte von stundenlangen Vernehmungen in den zahlreichen Vernehmungszimmern und der diversen Methoden von psychologisch geschulten Stasimitarbeitern, die auf das Zermürben der Inhaftierten abzielen, die sich beispielsweise das – aus Sicht der Staatsicherheit – staatszersetzende Vergehen des Erzählens eines politischen Witzes geleistet hatten.
Bild 5: Perspektive der Wäter: Blick in eine Zelle (dp)
Bild 3: Zellentrakt (dp)
Bild 4: Zellentrakt (dp)
Am Freitag, 12.09.2025, hat der Musikgrundkurs G107 mit Herrn Dr. Pietsch eine Exkursion zum Chinesischen Kulturzentrum Berlin unternommen.
Bild 1: Das Chinesische Kulturzentrum (dp)
Anlass war die einmalige Gelegenheit, an einem Erhu-Workshop teilzunehmen. Die Erhu-Meisterin Zhou Yini vom renommierten Nationalen Konservatorium ist eigens aus Peking angereist, um hier in Berlin Intensivkurse und Workshops anzubieten
Doch was ist eine Erhu? Die Erhu ist ein in Ostasien verbreitetes traditionelles Streichinstrument mit nur zwei Saiten. Es gleicht im Klang ein wenig der europäischen Geige. Die auf dem Oberschenkel abgestützte Spielhaltung ähnelt vielleicht ein wenig der des Cellos. Die Bogenhaltung ist der des Kontrabasses ähnlich. Allerdings wird der Bogen zwischen den Saiten geführt, wie manche es vielleicht in Kindertagen auch bei hiesigen Streichinstrumenten vermutet haben.
Zu danken ist dem Chinesischen Kulturministerium und dem Chinesischen Kulturzentrum Berlin, die sich für ein Miteinander der Kulturen einsetzen, und insbesondere Frau Li, der Leiterin der Kursabteilung, die schon in den Schulferien bei diesem ganz besonderen Angebot auch das Ernst-Abbe-Gymnasium bedacht hat. Danke.
Im Folgenden einige Äußerungen von Schüler*innen:
"Mein persönliches Highlight war, dass wir nach der Präsentation der Erhu und dem Kennenlernen verschiedener Spieltechniken die Freiheit hatten, das Instrument alleine auszuprobieren."
"Was mir bei der Musik-Exkursion am meisten gefallen hat, ist das selbstständige Ausprobieren und Spielen auf der Erhu."
"Mein Highlight auf der Erhu-Vorstellung im Chinesischen Kulturzentrum Berlin war definitiv, dass wir nach der Präsentation selbst die Erhu spielen konnten. Uns wurde beigebracht, wie man die
Innen- und die Außensaite spielt, sowie zahlreiche andere Tricks. Das hat mich begeistert."
"Mir hat an der Exkursion besonders die Gastfreundlichkeit des Chinesischen Kulturzentrums Berlin wie auch das gemeinsame Üben auf der Erhu gefallen.
Mein Highlight war, dass wir selbst auf der Erhu spielen durften und uns ein Lied beigebracht wurde."
"Mein Highlight bei der Exkursion war das Spielen der Erhu. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, weil wir das Instrument auch ganz frei ausprobieren und spielen durften."
Bild 2: Erhu
Link: https://recherche.smb.museum/detail/1649303/erhu [Stand 06.10.2025]
Bild 3: Chinesisches Gebäck (dp)
Das waren natürlich nicht die einzigen Ereignisse an unserer Schule. Für eine bessere Übersichtlichkeit sind alle Nachrichten der letzten Schuljahre in den Bereich "Archiv" verschoben worden.
